Ziele des Projektes
Gesamtziel des Vorhabens ist der Test eines international ausgerichteten, pragmatischen Zertifizierungssystems, das den administrativen Aufwand möglichst gering hält, die Gefahr nicht nachhaltiger Erzeugung reduziert und als Nachweis der Treibhausgas(THG)-Emissionen von Biokraftstoffen über den Lebenszyklus verwendet werden kann.
Das Gesamtkonzept adressiert die zentralen Herausforderungen bezüglich Nachhaltigkeit und Treibhausgasreduzierung. Es versucht nicht, möglichst viele Nachhaltigkeitsthemen in das System zu integrieren, sondern fokussiert bewusst auf die in Verordnungen bzw. Richtlinien aufgeführten wirklich drängenden Probleme, um diese dann auch konsequent anzugehen. Zusätzlich, in Abhängigkeit von regionalen und Biomasse-spezifischen Besonderheiten, sollten weitere spezifische Themen wie etwa Bodenerosion oder Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit berücksichtigt werden. Grundsätzlich müssen dabei messbare, verifizierbare Kriterien herangezogen werden.
Das Projekt ICSS zielt darauf ab, ein implementierungsfähiges Zertifizierungskonzept in gemeinsam mit Vertretern aus Industrie, Handel, Landwirtschaft und deren Interessensverbänden, sowie Vertretern aus Politik und von NGOs zu entwickeln.
Die Zertifizierung selbst soll über eine „schlanke“ Organisation kosteneffizient erfolgen und auf standardisierte Wertschöpfungsketten sowie bereits bestehende Systeme aufbauen. Das Zertifizierungssystem wird so konzipiert sein, dass es z.B. alle Anforderungen der deutschen Nachhaltigkeitsverordnung bzw. der EU-Richtlinienentwürfe erfüllt.
