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Nachhaltigkeit durch Zertifizierung sichern

Die Veranstaltung des BMELV zum ISCC-Projekt
am 17. Februar 2009 in Berlin

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Termine

Die nächsten Workshops zum Pilotprojekt finden an folgenden Terminen statt:

26. Mai 2009 in Köln

Projekt

Mit der wachsenden Marktrelevanz von Biokraftstoffen und der damit verbundenen zunehmenden Verwendung landwirtschaftlicher Rohstoffe für deren Produktion, hat die Diskussion um die Nachhaltigkeit an Bedeutung gewonnen.

Abbildung

Die nachhaltige Erzeugung ist Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Bioenergie. Die energetische Nutzung von Biomasse, sei es als Kraftstoff, zur Wärmeerzeugung oder zur Stromproduktion, birgt ein großes Potenzial für den Klimaschutz und kann zu einer Reduzierung der Importabhängigkeit bei der Energieversorgung führen.

Die Vorteile der Bioenergie dürfen allerdings nicht zu Lasten von Umwelt und Bevölkerung in den Erzeugerländern erkauft werden. Flächen, in denen große Mengen Kohlenstoff gespeichert sind oder die eine hohe Biodiversität aufweisen, sollen nicht in landwirtschaftliche Nutzflächen für die Biomasseproduktion für Bioenergie transformiert werden. Auch ist darauf zu achten, dass die Treibhausgasbilanz der Verwendung von Biomasse und Biokraftstoffen positiv ist. Der Einsatz von wenig effizienten Konversionsprozessen mit hohen Treibhausgasemissionen soll vermieden werden. Davon hängen letztlich die Akzeptanz
der Bioenergie in der Öffentlichkeit und die Unterstützung durch die Politik ab.

Besondere Aktualität und Relevanz hat das Thema in Deutschland durch das Biokraftstoffquotengesetz und in der EU durch die Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien und der Richtlinie zur Kraftstoffqualität gewonnen. Das Biokraftstoffquotengesetz schreibt vor, „dass Energieerzeugnisse nur dann als Biokraftstoffe anzuerkennen sind, wenn bei der Erzeugung der eingesetzten Biomasse nachweislich bestimmte Anforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen oder bestimmte Anforderungen zum Schutz natürlicher Lebensräume erfüllt werden oder wenn das Energieerzeugnis ein bestimmtes CO2-Vermeidungspotenzial aufweist.“ Ähnliche Vorstellungen verfolgt die EU-Kommission, die ein System zur Sicherung der Nachhaltigkeit einführen will.

In Deutschland wurde zwischenzeitlich eine Nachhaltigkeitsverordnung erarbeitet, die in einem Kabinettsbeschluss im Rahmen des „Energie- und Klimapaketes“ am 5.12.2007 verabschiedet wurde. Die EU-Kommission strebt europaweit einheitliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit für Biokraftstoffe an. Nationale Einzelregelungen hält die Kommission deshalb nicht für sinnvoll und hat aus diesem Grund die Notifizierung der deutschen Verordnung angehalten, nach der nur nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe auf die deutsche Biokraftstoffquote angerechnet werden. Derzeit laufen die Bestrebungen zur Entwicklung einer EU-weiten einheitlichen Regelung zur Sicherung der Nachhaltigkeit auf Hochtouren. Auch in anderen Ländern – wie beispielsweise in Brasilien oder in den USA – findet mittlerweile eine intensive Diskussion der Nachhaltigkeit statt.

Vor diesem Hintergrund wird die Zertifizierung von Biokraftstoffen bzw. Bioenergie und der für die Produktion verwendeten Rohstoffe generell als eine zentrale Option betrachtet, um die Verwendung nicht nachhaltiger Biokraftstoffe zu vermeiden, bzw. die Verwendung besonders nachhaltiger Biokraftstoffe zu fördern.