Zertifizierung

Bislang besteht ein globaler Rohstoffmarkt, der zwischen nachhaltiger und nicht-nachhaltiger Produktion nicht differenziert.

Anreize für eine nachhaltige Produktion werden damit nicht gesetzt. Die Forderung der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien ist sinnvoll, um dieses Marktversagen zu korrigieren. Diese Differenzierung kann nur über eine Zertifizierung erfolgen. Ein Zertifizierungssystem, das die relevanten Nachhaltigkeitskriterien und Informationen über die Treibhausgasemissionen abdeckt, existiert bislang nicht. Ein solches System ist nur wirksam, wenn es international ausgerichtet ist und nicht nur die Verwendung von Biomasse im Biokraftstoffsektor berücksichtigt.

Heute bestehen lediglich verschiedene, unterschiedlich weit entwickelte und meist rohstoffspezifische Ansätze, die alle die verlangten Nachhaltigkeitsanforderungen nicht abdecken. Praktische Erfahrungen bzgl. der Umsetzung geeigneter Systeme gibt es nicht. Es steht zu befürchten, dass das Nebeneinander verschiedener Systeme zu Mehrfachverwendungen einzelner Zertifikate führt, Doppel- und Mehrfachzertifizierungen durchgeführt werden und die Glaubwürdigkeit und Effektivität leidet, sowie zu hohe Kosten verursacht werden.

Vor diesem Hintergrund wurde das von BMELV/ FNR unterstützte Pilotvorhaben zur Zertifizierung von Biomasse und Bioenergie initiiert. Es baut als Metasystem auf bereits bestehende Systeme auf.