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Bis zum Jahr 2010 soll der globale Ethanolmarkt ein Volumen von rund 80 Mio. m³ erreichen, das sind 28% mehr als in 2007

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Bioenergien

Es ist eine altbekannte Weisheit, dass die Verwendung von Biomasse im stationären Bereich niedrigere Treibhausgasvermeidungskosten verursacht als die Verwendung im Kraftstoffsektor, da aufwendige Konversionsprozesse entfallen.

Für den Einsatz im Mobilitätssektor spricht, dass Alternativen zu fossilen Kraftstoffen entwickelt, und Anstrengungen zur Reduzierung der erwarteten stark steigenden CO2-Emissionen in diesem Sektor unternommen werden müssen.

Weltweit wird aufgrund der angelaufenen Fördermaßnahmen eine Zunahme der Biokraftstoffnachfrage erwartet. Bioethanol ist der mit Abstand führende Biokraftstoff. Der höchste Marktanteil wird in Brasilien erreicht, der zweithöchste in der EU. In den USA bleibt der Marktanteil aufgrund der Größe des Ottokraftstoffmarktes deutlich unter 10%. Die Nachfrage wächst nicht nur in Brasilien, EU und USA. In Kanada, China, Indien, Japan, Korea und vielen weiteren Ländern steht die Markteinführung von Biokraftstoffen unmittelbar bevor bzw. befindet sich bereits in der Einführungsphase. Allerdings finden in diesen Ländern auch verstärkt Nachhaltigkeitsdiskussionen statt.

Die EU-Kommission hat in ihrer „Renewable Energy Road Map“ festgelegt, dass bis zum Jahr 2020 zehn Prozent des Kraftstoffverbrauchs in der EU aus erneuerbaren Quellen kommen muss, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen: „“Changing the fuel mix in transport is important because the European Union’s transport system is almost entirely dependent on oil. Most of this oil is imported, much of it from politically unstable parts of the world.” Die Bundesregierung strebt in ihrer „Roadmap Biokraftstoffe“ sogar einen 20-prozentigen Anteil am Benzin- und Dieselverbrauch an, um den Klimaschutz zu verbessern. Angesichts des gegenwärtigen Anteils von Biokraftstoffen am Treibstoffverbrauch in der EU von etwa einem Prozent ist dies ein hochgestecktes Ziel, dessen Vorteilefür den Klimaschutz umstritten sind.

Ohne Importe von Biokraftstoffen lassen sich die ehrgeizigen umweltpolitischen Ziele in der EU und in Deutschland nicht erreichen. Eine Erhöhung des Anteils von Biokraftstoffen auf 10 Prozent in der EU und auf 20 Prozent in Deutschland lässt sich allein aus heimischer Produktion kaum erreichen. Denn die nötigen Energiepflanzen müssten entweder durch drastische Produktivitätssteigerungen oder durch die Erschließung neuer Anbauflächen erzeugt werden. Verschiedene Untersuchungen verdeutlichen, dass diese Flächenpotenziale nur bei einem weitgehenden Verzicht auf den Export von Agrargütern erschlossen werden können, was angesichts der hohen Weltmarktpreise für Getreide und Ölsaaten kaum auf Gegenliebe bei den Landwirten treffen dürfte.